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Angeblich sind etwa die Hälfte aller Ehepartner (oder Partner in einer festen Lebensbeziehung, denn heiraten muss man ja nicht unbedingt, um sich fest zusammenzutun) einander untreu.
Nun kann es natürlich sein, dass Sie zur anderen Hälfte gehören und ihrer Frau oder Freundin, Ihrem Mann oder Freund treu sind. Wobei das noch immer nicht heißt, dass sich nicht ab und zu einmal eine Versuchung ergibt.
Je länger zwei Menschen zusammen sind, je besser sie sich kennen, desto vertrauter wird einerseits der Sex – aber andererseits auch in aller Regel desto langweiliger. Es bleibt kaum aus, dass man sich immer mal wieder etwas erotische Abwechslung wünscht.
Und es bleibt auch kaum aus, dass man sich immer mal wieder in einen anderen Menschen verliebt; selbst wenn dieses Verliebtsein nur ein Strohfeuer sein mag im Vergleich zur Liebe, die einen mit dem eigenen Partner verbindet.
Wenn Sie sehr charakterstark sind, können Sie der Versuchung widerstehen. Es ist allerdings die Frage, ob das auf Dauer so gut ist. Sind Sie sicher, dass Sie dann nicht irgendwann in ein paar Jahren verbittert auf die ganzen ausgeschlagenen Gelegenheiten zurückblicken und glauben, Sie hätten Ihre Jugend oder zumindest ein paar aufregende Sexabenteuer Ihrem Partner geopfert?
Wie auch immer – manchmal ergibt es sich einfach, so ein Seitensprung. Entweder ganz spontan oder geplant. Und dann ist es die große Frage, welche Wirkung hat dies auf Ihre Partnerschaft?
Eine Wirkung kann das Fremdgehen natürlich nur haben, wenn Ihr Partner es auch mitbekommt. Können Sie das vermeiden, dann vermeiden Sie im Zweifel auch die entsprechenden Eifersuchtsszenen.
Nun ist es leider so, dass man das Risiko, beim Seitensprung erwischt zu werden, nie ganz ausschließen kann. Aber wenn Sie sich an ein paar einfache Regeln halten, dann wird das Risiko zumindest stark minimiert.
Suchen Sie sich Ihren Seitensprung Partner möglichst aus einem Kreis von Menschen, mit denen Ihr Partner normalerweise nichts zu tun hat, wo keinerlei Verbindungen bestehen. Die Entdeckung in flagranti ist beim Fremdgehen meistens ein geringeres Risiko als der Klatsch, der Ihren Seitensprung Ihrem Partner zuträgt.
Entsprechend ist es auch sinnvoll, den Seitensprung Sex an Orten stattfinden zu lassen, die Sie sonst mit Ihrem Partner nicht besuchen.
Buchen Sie kein Zimmer in Ihrem Lieblingshotel, sondern nehmen Sie lieber den Weg in die Nachbarstadt in Kauf. Wenn Sie essen gehen, probieren Sie fremde Lokale aus.
Dass Sie dabei keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit präsentieren, versteht sich von selbst. Ein Treffen und Gespräch kann man wegdiskutieren, vor allem mit einem/einer Unbekannten. Ein Zungenküsschen und Händchenhalten nicht.
Achten Sie darauf, dass keine unangenehmen Folgen den Seitensprung offensichtlich machen. Benutzen Sie Kondome und schützen Sie sich auch, außer vor Krankheiten, vor den berühmten “Sackratten” und ähnlichem.
Sobald Ihr Denken nach dem Sex wieder funktioniert, überprüfen Sie, welche Anzeichen für einen Seitensprung Sie hinterlassen. Heimliche Mails mit der Verabredung zum Treffen? Eine Hotelrechnung? Beseitigen Sie alles – oder schützen Sie es sicher vor Zugriffen. Und zwar wirklich sicher!
Treiben Sie es nie im eigenen Haus; und schon gar nicht im Ehebett. Sex hinterlässt sichtbare und riechbare Spuren. Und wenn Sie die Bettwäsche abziehen, weckt allein das das Misstrauen Ihres Partners. Außerdem könnte Ihr Lover auch zufällig oder absichtlich etwas Verfängliches im haus vergessen.
Befreien Sie sich auch von Spuren wie Lippenstift, einem fremden Parfum oder dem Sexgeruch. Duschen nach dem Fremdgehen ist unerlässlich. Bloß – mit nassen Haaren sollten Sie auch nicht zu Hause auftauchen …
Natürlich werden Sie sich im Zweifel an keinen der Ratschläge halten. Und selbst wenn Sie es tun – den Seitensprung ohne Risiko gibt es nicht. Es sei denn, Sie verlegen sich auf Telefonsex oder Livecam Sex und verwischen sorgfältig alle Spuren.
Es kann immer etwas schiefgehen, das Fremdgehen kann immer irgendwie durch einen blöden Zufall herauskommen.
Sie haben da eigentlich nur drei Möglichkeiten:
1. Sie verzichten auf den Seitensprung.
Schwer zu machen, wenn einen der Hormonschub packt und das eheliche Sexleben nun einmal nach einer gewissen Zeit wirklich extrem un-spannend geworden ist.
2. Sie sprechen mit Ihrem Partner offen über das Problem. Wenn Sie Glück haben, wird sie sich in der nächsten Zeit mehr Mühe geben, verführerisch zu sein, sich verführen zu lassen oder selbst zu verführen.
Oder vielleicht ist sie sogar mit einem Seitensprung einverstanden, würde eine offene Beziehung (im Zweifel allerdings auf Gegenseitigkeit) akzeptieren.
Wenn Sie Pech haben, provoziert aber auch bereits dieses Gespräch den Krach, den Sie eigentlich damit vermeiden wollten. Und selbst in einem Glücksfall – sind Sie wirklich bereit, auch einen Seitensprung Ihres Partners zu akzeptieren?
3. Sie nehmen das Risiko einfach in Kauf. Was Sie tun, wenn man respektive frau Sie dann tatsächlich erwischt, das entscheiden Sie, wenn es soweit ist.
Viel anderes wird Ihnen wohl nicht üblich bleiben.
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