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Wenige Stunden vor dem Finale des Eurovision Song Contest 2009 nahm die russische Polizei bei einer Kundgebung von Homosexuellen etwa 40 Demonstranten gewaltsam fest. Da der Eurovision Song Contest in der schwulen Szene äußerst beliebt ist, war es nicht ungewöhnlich, dass auch dieses Jahr am Austragungsort Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit feierten und gleichzeitig für die Einhaltung der Menschenrechte für Schwule und Lesben demonstrierten.
Die Moskauer Stadtverwaltung hatte mit dieser Kundgebung gerechnet und sie vorher verboten. In der russischen Gesellschaft wird das Zuschaustellen von Homosexualität leider bis heute als unmoralisch und verwerflich verurteilt. Nikolai Alexejew, der Vorsitzende des russischen Homosexuellen-Verbands, äußerte sich dazu so: "Wann, wenn nicht jetzt zum Eurovision Song Contest, sollen wir auf unsere schlimme Lage aufmerksam machen, auf Ausgrenzung, Behördenwillkür und Gewalt?".
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